Chirurgie


Kornzange

Kornzange
 

 

 

Exponat

Kleine Kornzange, an der Innenseite einer Branche die Zahl 23. Die Zange stammt aus dem Konvolut, das ich 2017 in Saint-Aubin in Burgund ersteigert habe (Schröpfköpfe, Schröpflampe in Kännchenform).

 

Kornzangen sind in allen Katalogen vertreten und werden in sehr unterschiedlichen Längen angeboten, die von 11 bis 33 cm reichen. Unsere Zange mißt 14.5 cm.

 

Lit.:

Nichael Sachs, Historische Entwicklung des chirurgischen Instrumentariums, 2001 Kap. 6 S.69-77.

https://www.kaden-verlag.de/uploads/tx_sybooks/Sachs_Geschichte2_Leseprobe.pdf

 

Chirurgie


Krankentransport, 1914/18

Fischer Militär-Kutsche, Vorkriegszeit, 30er Jahre 

 

"Besonders bezeichnet man mit Ambulanz die leicht bewegliche Einrichtung des Kriegssanitätswesens für die erste Hilfe, zuerst im 15. Jahrhundert von Isabella der Katholischen eingerichtet, von Richelieu im italienischen Kriege 1630 organisiert, später auch bei anderen Heeren eingeführt. In der deutschen Armee wird der Ausdruck Ambulanz nicht mehr benutzt.
In Frankreich versteht man unter "ambulances" alle im Bereich des kämpfenden Heeres vorhandenen Einrichtungen zur Pflege und zum Transport der Verwundeten und Kranken, speziell die zuerst 1792 i, Rheinfeldzug von LARREY eingeführten Krankentransportwagen"
(Meyers Konversationslexikon 1909, 1. Band).

Ambulanzen gehörten also im Wesentlichen ins Ressort der Armeen. Doch auch im zivilen Alltag betrieben Organisationen wie die Freiwilligen Rettungsgesellschaften und das Rote Kreuz Krankentransporte.

Die Verwundeten wurden durch mehr oder weniger ausgebildetes Personal auf Krankentragen vom Schlachtfeld zu nahegelegenen Verbandsplätzen und Verwundetensammelstellen gebracht (Anmerkung: Kranke und Verwundete werden auf ‚Tragen’ transportiert, nur Tote liegen auf ‚Bahren’). Hier fand eine Erstversorgung durch die Regimentsärzte statt, bis sie in Ambulanzwagen auf einer bestimmten Route mit Halteplätzen zur Aufnahme weiterer Verwundeter zum Feldlazarett gebracht wurden.
Sanitäter begleiteten diese Krankentransporte nicht - bis zur Ankunft in einem Lazarett waren die Patienten sich selber überlassen.

Die zunächst verwendeten 2-rädrigen Krankenwagen erwiesen sich als ungeeignet, da die schaukelnden Bewegungen zusätzlich Schmerzen verursachten, so daß bald 4-rädrige Wagen eingeführt wurden. Sobald die Verwundeten in den Feldlazaretten transportfähig waren, brachte man sie zur weiteren Behandlung in die Reservelazarette in den Städten ...

In Deutschland produzierten drei große Zentren Blechspielzeug:
- der Raum Nürnberg/Fürth/Zirndorf mit über hundert Betrieben.
- der Raum Berlin/Brandenburg mit den Firmen Lehman, Greppert und Kelch.
- der Raum Württemberg mit der Firma Märklin .
Während des 1. Weltkrieges brach die Spielzeugindustrie zusammen und erreichte nach Kriegsende in vielen Fällen nicht mehr die Vorkriegsqualität. Ein Beispiel dafür ist die Abwendung vom Verlöten der Spielzeuge und die Verbreitung der Blechzungen (Verzapfung). Nach dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 20er Jahren führte die Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren zu einem Exodus vieler Hersteller: namhafte Firmen wie Issmayer, Bing und Hess schlossen ihre Fabrikationsanlagen.

Die Kinder spielten die Szenen nach, die ihnen der Vater bei seiner Rückkehr aus dem Krieg erzählte. Heute ist das "Penny"-Blechspielzeug von einst ein gesuchtes Sammelobjekt. Man beachte die detailgetreue Ausarbeitung der Pferde und der Kutscher und die sorgfältige Verzapfung - entstanden in der Nürnberger Spielzeugfabrik Georg Fischer (von 1908 bis 1959), Aufdruck "Germany" auf der rechten Flanke beider Pferde. Das gleiche Gespann (selten?) gab es übrigens auch ohne die Roten Kreuze auf der Plane ...

Chirurgie


Krankentransport, 1921

HADIR Differdingen 

 


Die Berner Kliniken verfügten schon 1830 über einen Reisewagen für den Transport von Inselpatienten in die aargauischen Bäder. Ab 1870 wurden in Bonn bei Christian MIESEN Reisewagen in GrossSerie hergestellt, bald darauf serienmässig die ersten Sanitätswagen für Pferdebespannung. 1899 ersetzte die "Frankfurter Freiwillige RettungsGesellschaft" ihre fahrbaren Tragen durch Pferde- kutschen. Andere Städte zögerten: eine Stadt wie Bielefeld schaffte erst 1907 einen ersten pferdebespannten Krankenwagen an.

 

1903 scheint sich die Stadt Luxemburg erstmals um eine öffentliche Regelung des Transportes von Kranken und Verletzten bemüht zu haben und Kostenvoranschläge eingeholt zu haben. Im Stadtrat wurde zu Beginn des Jahres 1903 (Samstag 17.1.1903) über das Thema beraten. Im Sommer 1903 wurde ein Kredit bewilligt:

„Luxemburg, den 30. Juni. Gemeinderatssitzung vom Samstag. Vor Eintritt in die Tagesordnung votiert der Gemeinderat auf Antrag des Hrn. Probst einen Kredit von 1250 Franken für Anschaffung eines Ambulanzwagens“ (Obermoselzeitung vom 30.6.1903).

 

1905 stand der Wagen zur Verfügung:

"Tod durch Schlagfluss. Der ca. 65 Jahre alte Nik. Steffen, Arbeiter in der Handschuhfabrik Alb. Reinhard / Stadtgrund, wurde gestern Nachmittag gegen 2 Uhr in der Fabrik während der Arbeit vom Schlage gerührt und blieb zur Stelle todt. Die Leiche wurde sofort im Krankenwagen nach seiner Wohnung gebracht" (Ardenner Bauer vom 15.7.1905).

 

Aus einer Kostenabrechnung aus dem Jahre 1914 darf man schliessen, dass diese Ambulanz schon vor dem 1. Weltkrieg mit Gummireifen ausgestattet war:

13.6.1914: "voté d'un crédit de frs 1050.- pour le remplacement des bandages usés en caoutchouc des roues de derrière de la voiture d'ambulance" (Conseil fol 30 r).

Zu Beginn des 1. Weltkrieges steckte die Motorisierung auch bei der Armee noch in den Kinderschuhen - die Sanitätsdienste sowohl des deutschen als auch des französischen Heeres zogen zunächst mit Pferd und Wagen ins Feld.

 

Die Hüttenwerke im Süden des Landes verfügten früh über Krankenwagen - Pferdedroschken, um ihre verletzten Arbeiter zu den Werksspitälern zu karren. Von Differdingen ging die Reise prinzipiell nach Niedercorn zum HADIR-Werksspital. Laut einer mündlichen Überlieferung litt der erste in diesem Wagen transportierte Patient an einem perforierten Blinddarm:

« Differdingen, 21. Juli. Mit dem Ambulanzwagen wurde er gleich ins Hospital geschafft. Die Hirnschale ist zertrümmert und das Gehirn blossgelegt. Sein Zustand ist lebensgefährlich. Eine Stunde vorher erst hatte der Ambulanzwagen einen anderen, aber nur leicht verletzten Arbeiter ins Hospital befördert » (Escher Tageblatt vom 21.7.1913).

 

 

Vorgestellt wird ein um 1921 entstandenes Foto. Von rechts nach links:

- der Krankenpfleger resp. "Sanitäter" Walter KLEIN Ehemann von Frieda Kunz aus Obercorn, deren Tochter den deutschen Handelsattaché Dr. Heinrich Diehl heiratete, der seinem Leben 1949 in Dietz resp. Wetzlar ein Ende setzte durch einen Sprung in die Nahe,

- der „gardien" Nicolas BIREN, der seit 1911 bei der Schmelz angestellt war. Er war später Oberwächter resp. Vorarbeiter bei der ARBED,

- der in Eschette wohnende Kutscher Michel Meyer, der während des 2. WK Bürgermeister von Folschette wurde und bei Kriegsende "heim ins Reich" flüchtete, wo er bis zu seinem Tode in St. Vith lebte.

 

Die Männer posieren vor dem Ambulanzwagen der HADIR-Werke / Differdingen (Hauts-Fourneaux et Aciéries de Differdange, - St. Ingbert - Rumelange). Das Foto aus dem Fundus von Niki Goedert ist ein Geschenk von Erny Hilgert aus Differdingen.

Ab 1918 stellte der luxemburger Staat eine Autoambulanz in Dienst. Die Erlaubnis zum Benutzen des Autos musste in jedem einzelnen Fall beim Ministerium eingeholt werden. In einer "Circulaire" vom 29.6.1918 bat der Minister um Zurückhaltung bei der Anforderung des Autos "eu égard à la rareté et à la cherté des pneus" (zit.: A. Praum, Edm. Knaff, Code médical 1919 S. 251). Die Stadt Luxemburg folgte dem Beispiel 1928. 1937 schaffte auch die Escher Gemeindeverwaltung endlich einen motorisierten Krankenwagen an.

 

Chirurgie


Kryokauter

Kryokauter, um 1930 

 

 

"Kryotherapie und kühlende Mittel kannte man schon im Altertum, Schmerzleitungs-blockade durch Kälte wurde wahrscheinlich erstmals 1812 von Larrey bei Amputationen angewendet. Kryochirurgie im heutigen Sinne beginnt jedoch erst mit Sir James Arnott. Dieser erreichte Mitte des 19. Jahrhundert mit einem Eis-Salzgemisch, wie es früher zur Sorbetbereitung benutzt wurde, Temperaturen unter -20 °C und Nekrosen bei Geschwülsten. Weitere Fortschritte wurden möglich, als Verflüssigung und Trennung von Gasen mit dem Linde-Verfahren in industriellem Maßstab gelang und Dewar sowie Weinhold geeignete Isolierbehälter entwickelten. 1899 propagierte White die Anwendung flüssiger Luft als Spray und mit Watteträgern, 1910 Gold diejenige flüssigen Sauerstoffs. Beides wurde trotz Warnungen vor Explosionsgefahr bis in die 1930er-Jahre benutzt" (M. Hundeiker, Geschichte und Zukunft der Kryochirurgie in der Dermatologie, in: Akt. Dermatol. 2009; 35(7): 279-282).

 

Der Arzt füllte den kälteisolierten Handgriff mit Eisschnee, wählte eine der zu behandelnden Laesion angepasste Hohlsonde, stellte den Druck ein, mit dem er die Sonde auf die Laesion aufdrücken wollte, informierte sich in der Literatur über die adäquate Behandlungsdauer – und warnte den Patienten vor dem zu erwartenden leichten Schmerz.

 

Es gab den Kauter in unterschiedlichen Packungen: mit 2, 5, 8 oder 10 Hohlsonden, immer zusammen mit einem Adapter, mit dem der Handgriff aus einer, von der Fa. Drapier gelieferten, Original-Eisbombe nachgefüllt werden konnte. Eine Klinikpackung enthielt zusätzlich zu 10 Hautsonden noch 3 gynäkologische Sonden nach Bizard und Rabut, mit denen Gebärmutterinnenhaut- und Zervixentzündungen behandelt werden konnten.

 

 

Wir stellen ein Vereisungsgerät nach Léon LORTAT-JACOB (1873-1931) vor aus dem Besitz des in Diekirch etablierten Arztes Paul HETTO (1895-1979).

 

 

Lit.:

Lortat-Jacob L, Solente G. La cryothérapie, Masson, Paris, 1930.

Jean-Pierre Martin, Le cryocautère du Dr. Lortat-Jacob, in: Clystère n°8, mars 2018

 

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Lenticular

 

 

Aus einem Innsbrucker Antikladen stammt dieses obstruse Instrument, das sonder Zweifel ein Lentikular darstellt (anfangs hielt ich es für einen Zahnsteinentferner).

Hier die Beschreibung des Instrumentes im « Dictionnaire des sciences médicales, Paris 1818 »:
„lenticulaire : petit couteau fixe, immobile sur son manche, et dont la lame, tranchante seulement d’un côté, est garnie à son extrémité d’un petit bouton de forme triangulaire. On se sert de ce couteau pour détruire les inégalités qui se rencontrent quelquefois aux bords osseux formés par l’application d’une couronne de trépan. Le bouton lenticulaire, dans ce cas, sert à protéger les membranes qui recouvrent le cerveau pendant qu’on fait usage du couteau ; il sert aussi à en faciliter l’usage, en se plaçant entre le cerveau et la boîte osseuse qui le recouvre ».

 

… eine Raspel demnach, die in der antiken Neurochirurgie benutzt wurde. Daher finden man ähnliche Geräte unter der Bezeichnung „raspartoire“ oder „râpe“. In Frankreich hiessen sie später „rugine“. Die „lenticular’s“, wie sie die Engländer nennen, gab es mit rundem Kopf, aber auch, wie im vorliegenden Fall, mit einem pentagonalen Kopf, dessen Spitze dem Operateur zugewandt war, dessen angerundete Unterkante aber gegen die Hirnhäute gedrück wurde, um eine Verletzung derselbigen zu verhindern, während die 4 Seitenkanten die Knochenränder der Trepanationsstelle glattraspelten.

 

Die Lentikulare finden sich in Trepanationsbestecken bis um 1920, dann verschwanden sie allmählich aus dem Angebot der Firmen. Das „Berliner Waarenhaus“ bot um 1910 keines mehr an, wohl aber die Fa. Esculape, verteten um 1910 durch P.J. Berg, Grossstrasse 17.

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Mastdarmspiegel

Spiegel n. BENSAUDE, um 1930 

 

Bei der Enddarmspiegelung überlappen sich die Aktivitätsbereiche der Chirurgen und Internisten. Es steht mir nicht zu, zu entscheiden, wem der Allerwerteste gehört.

Tatsache ist, dass die Darmspiegelung zu den frühesten "Einblicken" in das Innere des menschlichen Körpers gehört. Schon die schweren römischen Specula wurden vermutlich nicht nur zum Einsehen der weiblichen Scheide benutzt, sondern auch zur Inspektion des Enddarmes.

Das Mastdarmspekulum hat sich zur Besichtigung der unteren Rektum- und Rektoanalpartien bewährt.

Vorgestellt werden zwei fast identische Anuskope nach Dr. BENSAUDE, das linke mit dem runden, geriffelten Griff der Firma SIMAL, das rechte mit einem achtkantigen Griff. Die Nutzlänge betrug bei beiden Geräten knappe 6,5 cm.
Der französische Kliniker Raoul BENSAUDE (1866-1938) machte sich um die Verbreitung der Rectoskopie verdient. Seine bakteriologischen Stuhluntersuchungen führten zur Entdeckung der Salmonella paratyphi B im Jahre 1896, in Zusammenarbeit mit Emile Charles ACHARD (1860-1944). Als Erste benutzten sie den Ausdruck Paratyphus...

Nach BENSAUDE ist eine Methode zur Sklerosierung von Analfissuren benannt.

Das 1895 entwickelte Proktoskop nach KELLY lässt sich bis zu 20 cm Tiefe einführen.
Der amerikanische Chirurg, Frauenarzt und Medizinhistoriker Howard Atwood KELLY (1858-1943) arbeitete in Baltimore.

Will man tiefer in den Darm vordringen, so reicht das Tageslicht nicht mehr aus. Ab dem 18. Jh. wurden Beleuchtungs-techniken entwickelt, die auf das Zystoskop, Bronchoskop, Oesophagoskop (John BEVAN 1868), Gastroskop (Adolph KUSSMAUL 1868), am andern Körperende das Rektoskop (Howard KELLY 1895), Sigmoidoskop, Colonoskop etc. Anwendung fanden.

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Nadeln: Kästen zum Sterilisieren

Nadel-Kästchen, um 1900 

 Nadeldosen (viereckig) zum Sterilisieren und Aufbewahren von Nähnadeln. Schiebedeckel  / Klappdeckel

Chirurgie


Nadeldose (2), rund

Nadeldose 3
 

 

Exponat

Nadeldose aus Metall, durchlöchert (rund) zum Sterilisieren der Nadeln (Katalog Waarenhaus Berlin S.50, um 1910.

 

Herkunft: Flohmarkt Olympiapark / München.                                                                                                                  9/2018                                                        

 

 

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Nadeldose (3)

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Zu dieser durchlöcherten Sterilisierdose (rechte Hälfte des Bildes) gehört ein NICHT durchlöcherter Transportbehälter (links im Bild), in dem man die Nadeln steril in der Arzttasche transportieren konnte.

 

Aus dem Fundus der Ärzte Friedrich und Oswald STEINER aus Matrei a. Brenner.

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Nadelhalter (1)

Nadelhalter n. DESCHAMPS, um 1930 
Noch heute wird die Nadel des Urologen Joseph-François-Louis DESCHAMPS (1740-1824) aus Chartres benutzt, der in Paris arbeitete - es gibt sie für den Stich nach Rechts, und für den Stich nach Links, jeweils in einer spitzen und einer stumpfen Variante.

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Nadelhalter (2)

Nadelhalter mit Pedal, um 1910

 

 

Um die Nahttechnik haben sich drei Männer besonders verdient gemacht:

- Jacques-Louis REVERDIN (1842-1929) aus Genf, der in Paris ausgebildet worden war - der 1879 eine Arbeit veröffentlichte über eine Modifizierung der Nadel des Tübingers BRUNNS: die gestielte Nadel "à chat mobile" war geboren.

 

- Auguste REVERDIN (1848-1908), Vetter des Erstgenannten, war in Strassburg ausgebildet worden, er gab 1887 einen Nadelhalter "à pédale" mit auswechselbarer Nadel an. Sein Sohn

 

- Albert REVERDIN /1881-1929) verbesserte das Instrument noch weiter. Da er eine Zeit lang im Krankenhaus in Lausanne arbeitete, tendieren wir dazu, Georges-Louis GAUDIN als Miterfinder des Nadelhalters anzusehen.

 

"L'Aiguille de Reverdin est une aiguille à suturer inventée en 1879 par le médecin Jacques-Louis Reverdin (1842-1929). Cette aiguille est modifiée par la suite par son cousin le chirurgien Auguste Reverdin (1848–1908) et son neveu le chirurgien Albert Reverdin (1881–1929)".

*** 

Über GAUDIN konnte ich nichts Zuverlässiges in Erfahrung bringen.

- Dr. Georges Louis GAUDIN (1821-1875) war ab 1866 als Chirurg in Lausanne niedergelassen.

- Dr. Célestin Philippe GAUDIN (1818-1879).Maire de Saint-Georges-de-Didonne de 1871-1874. Il est né en 1818 à Marennes et il est mort le 9 avril 1879 à SGD. Il était alors Chirurgien Major de Marine en retraite et consultant à VICHY. Il était chevalier de la Légion d'Honneur le 16 septembre 1860 et chevalier de l'Ordre Suédois de Wasa en 1869. Il a écrit de nombreux ouvrages de médecine, e.a. "Traité d'hygiène navale". Célestin-Philippe-Baptiste Gaudin, soutint à Montpellier en 1861 une thèse intitulée «De l’heureuse influence du climat de l’île de la Réunion et des eaux thermales de Salazie sur la guérison de la cachexie paludéenne». Il écrivit avec Louis Alexandre Petit, médecin de la Marine en poste à La Réunion de 1855 à 1861 en tant que directeur du Service de santé, un guide intitulé «Guide hygiénique et médical aux eaux thermales alcalines de Salazie, île de la Réunion. Saint-Denis (Réunion), 1857, Vilal Delval, 1 vol. in-8, avec 6 lithographies».

 

Exponat

Nadelhalter mit Pedal n. GAUDIN-REVERDIN (Fa. Joseph Bruneau & Cie. Fabrique d'instruments de chirurgie, orthopédie, prothèse. Notice publiée à l'occasion du Vè Congrès international de chirurgie, juillet 1920 [Montrouge : Impr. Preslier & Charton], 1920.

 

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Nahtmaterial: Chromcatfaden (1)

Chromcatgutampulle 

 

Das desinfizierte Catgut wurde 1881 ergänzt durch Chrom-Cat, bei dem der Faden mittels Chromsäure gegerbt wurde, um die Resorptionszeit auf 2-3 Wochen zu verdoppeln.


- eine Erfindung des grossen John LISTER (1827-1912) ...